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Keine Neuzulassung von Glyphosat!

Keine neue
Zulassung von
Glyphosat! 

Schon
115402
Teilnehmer

Abgeschlossene Aktion: "Keine Neuzulassung von Glyphosat!"

Um eine Neuzulassung von Glyphosat zu verhindern wurden über 115.000 E-Mails an den Chef der EFSA, Dr. Bernhard Url, verschickt.

Am 12.11.2015 hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ihre Risikobewertung des Pestizidwirkstoffes Glyphosat veröffentlicht. Darin kommt sie zu dem Schluss, dass Glyphosat wahrscheinlich nicht krebserregend sei. Damit widerspricht die Efsa der Einschätzung der WHO, die Glyphosat im März diesen jahres als "wahrscheinlich krebserzeugend beim Menschen" eingestuft hatte.

Einen Teilerfolg der Aktion können wir zumindest verbuchen: Die EFSA hat die Bewertung der internationalen Krebsforschungsagentur mit in ihren Bewertungsbericht mit aufgenommen, auch wenn sie daraus vollkommen andere Schlüsse ziehen.

Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen!

Mehr Hintergrundinformationen finden Sie in unserer aktuellen Meldung.


Dies ist eine gemeinsame Aktion mit

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Glyphosat – erbgutschädigend und wahrscheinlich krebserregend
Pestizidausbringung im Weinberg

Bild: StoykoSabotanov / Thinkstock

Glyphosat ist das am häufigsten eingesetzte Pflanzengift der Welt. Allein in Deutschland werden jährlich rund 6000 Tonnen davon ausgebracht. Das Mittel ist so allgegenwärtig, dass man es im Urin von Menschen und in der Muttermilch findet, ebenso im Urin von Kühen, in Oberflächengewässern und in den Böden.

Doch die zuständige deutsche Behörde, das Bundesinstitut für Risikobewertung, sieht darin kein Problem – und das, obwohl hat die internationale Krebsforschungsagentur (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Totalvernichter im März diesen Jahres als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ (Gefahrenstufe 2A) eingestuft hat.

In der Ende Juli erschienen Langversion dieser Einschätzung bezeichneten die WHO-Forscher Glyphosat zudem als erbgutschädigend. Damit sind auch jegliche Grenzwerte dahin, da derartige Substanzen selbst in geringsten Mengen Schaden anrichten können und damit für den Menschen möglichst zu vermeiden sind. Die einzige logische Konsequenz daraus ist ein vollständiges Verbot von Glyphosat – für die Landwirtschaft, öffentliche Flächen und Privatnutzer.

Mehr zu Glyphosat und seinen schädlichen Auswirkungen erfahren Sie auf unseren Themenseiten.

Hintergrund: Wiederzulassung

Derzeit steht die Neuzulassung für Glyphosat an. Denn in der EU gilt die erste Genehmigung für Pestizide höchstens 10 Jahre. Wollen die Firmen das Pestizid weiter herstellen und verkaufen, so müssen sie einen Antrag auf Wiederzulassung stellen. Die Behörden überprüfen dann im Wiederzulassungsverfahren, ob es neue Erkenntnisse über den Wirkstoff gibt und ob seine Anwendung noch dem Stand von Wissenschaft und Technik entspricht.

Glyphosat befindet sich momentan in ebendem Wiederzulassungsverfahren, was heißt, dass uns weitere zehn Jahre Glyphosat drohen. Eigentlich läuft die Zulassung im Dezember dieses Jahres aus. Doch aufgrund der Datenlage und Uneinigkeit der Behörden will die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA, die die Bewertung in diesem Verfahren übernimmt, die Zulassung vorläufig bis 30. Juni 2016 verlängern.

Im Wiederzulassungsverfahren ernennt die ESFA eine nationale Behörde zur Berichterstatterin über den Wirkstoff. Bei Glyphosat ist dies das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Das BfR hat seinen Bericht Ende April 2015 abgegeben. Nun ist die EFSA am Zug. Die endgültige Entscheidung wird dann die Kommission gemeinsam mit VertreterInnen der Mitgliedsstaaten treffen.

Ursprünglich sollte die Einschätzung, ob Glyphosat für weitere zehn Jahre eingesetzt werden kann, im August fertig sein. Laut Nachrichtenagentur dpa soll die Einschätzung der EFSA nun aber bis Ende Oktober oder Anfang November dauern. Dies gibt auch uns weiteren Handlungsspielraum.

Wir fordern, dass glyphosathaltige Mittel konsequent aus dem Verkehr gezogen werden: Ein Stoff, der wahrscheinlich Krebs erzeugen kann und das Erbgut schädigt, darf keine Neuzulassung erhalten!

Infomaterial
1 / n

Roundup und Glyphosat
Der Anbau genmanipulierter glyphosatresistenter Pflanzen führt zu großen Umweltbelastungen.

Download (PDF, 395 kB)

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Gift im Garten
Das Umweltinstitut fordert, den Einsatz glyphosathaltiger Mitteln im Haus- und Kleingartenbereich sofort zu stoppen. Lesen Sie hier, welche Argumente für ein solches Verbot sprechen.

Download (PDF, 476 kB)

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Umweltschutz und gesunde Lebensmittel
Broschüre Ökolandbau - Sie können die 24-seitige Broschüre im pdf-Format hier downloaden.

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